Antenne Steiermark Podcast - "Stefan Pflanzl - Verein different Life, Inklusion.jetzt"
Shownotes
Dieser Podcast von Steiermarkreporter Markus Terrant erzählt die Geschichte von Stefan Pflanzl. Der Steirer war Sportfotograf und hat seit einem Verkehrsunfall (11. Juli 2011) eine inkomplette Querschnittlähmung. Warum der Weg zurück ein Wellenbad der Gefühle war und ist, bzw. welche Menschen ihn dabei unterstützt haben, aber auch warum er vor kurzem einen Verein gegründet hat, erzählt der Familienpapa in dieser Ausgabe. Und immer wieder spielt dabei die Zahl "11" eine Rolle.
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Antenne Steiermark - Meine Hits. Meine Steiermark.
Transkript anzeigen
00:00:00: Stefan, Pflanzl.
00:00:01: Das ist dein Name?
00:00:02: Soweit stimmt so mal, gell?
00:00:03: Stimmt ja!
00:00:04: Und somit haben wir den hervorragenden Einstieg schon einmal geschafft, fehlerfrei sozusagen reinkommen... Die Geschichte ist allerdings mehr als nur der Name sondern er steht.
00:00:12: also ich möchte sagen der Untertitel würde irgendwie für mich so supertyp passen weil Atlanta so wie wir uns jetzt kennen gelernt haben wächst du eben auf mich diesen Eindruck vom Supertypen und dafür gibt es natürlich auch eine dazupassende Geschichte die ich auf das ganze gekommen bin.
00:00:28: man muss Zu Beginn würde ich sagen, wir sind den Studiotisch runtergefahren.
00:00:33: Das ist insofern besser für dich weil du sitzt im Rollstuhl und diesen Grund die klappt damit sollten vielleicht einmal beginnen.
00:00:42: also in Wahrheit eben wie alles begann?
00:00:45: Ja so jetzt am elften siebten wären es fünfzehn Jahre das passiert ist.
00:00:50: Da war ja ein Sportfotograf beim Peak Break Rad Rennen unterwegs Und mein Job war es, hinten am Motorrad oben zu sitzen.
00:01:00: Teilweise auch verkehrt und die Radelfahrer zu fotografieren.
00:01:05: Und da sind wir eben auf den Richtung Kronplatz gefahren, auf dem Vogelpass.
00:01:11: Und dort hat ein entgegenkommendes Fahrzeug auf einer eigentlich teilgesperrten Strecke also der hätte eigentlich nur Schritttempo fahren dürfen... ...und hat das aus irgendeinen Grund nicht gemacht.
00:01:24: Wir wissen es nicht!
00:01:25: Und hat die Kontrolle so zu sagen verloren und uns frontal von der Strasse verraumt.
00:01:32: So, daraus entstanden ist eine Verletzung, die dich eben bis heute begleitet in dem Fall sitzend?
00:01:39: Wie ist weitergegangen?
00:01:40: Naja... Der Abtransport von thousand seven hundred seventy Meter Seehöhe war wirklich schwierig, wirklich problematisch.
00:01:50: also seit ewig gedauert bis ich im Krankenhaus war hab mir blöderweise auch selber einen Helm runtergezogen, was man hier nicht machen sollte.
00:02:00: Und ich weiß tatsächlich nicht mehr alles, ich weiß es nur aus Erzählungen, dass ich dann irgendwann eben in Bruneck im Krankenhaus war.
00:02:09: und die Zeit dort war richtig komisch weil das Krankenhaus ist eigentlich hauptsächlich im Winter belegt und ähnelt im Sommer zumindest damals einer Geisterstadt und sind dann nur sporadisch Ärzte zu mir gekommen, die sie zwar bemüht haben.
00:02:27: Aber ich bin dann halt einfach tagelang dort gelegen, einfach nur zum Schauen was passiert mit mir.
00:02:31: Er hat am Anfang die Hände nicht heben können weil eben wie wir nachher erfahren haben in der Heise, wo es ja jetzt Rückmark übergetreten war.
00:02:40: Und damals habe er immer sowieso gedacht okay scheiße!
00:02:45: Weil ich mir einfach nicht gewusst hab werden die Händen jemals wieder zum Bewegen gehen hat sich dann zum Glück so weit verbessert, dass ich dann dort bereits wieder das linke Bein ansteuern konnte und eben die Hände.
00:03:02: Und so bin ich dann eben mittels meiner Privatversicherung in die Privatklinik nach Wien transportiert worden mit der Rettung weil ich einfach gemerkt habe, in Südtirol werde ich eine gescheite Behandlung kriegen.
00:03:14: Das liegt jetzt aber gar nicht am Krankenhaus an sich sondern auch einfach daran, dass im Sommer da einfach nichts los ist.
00:03:20: Inkompletter Querschnitt ist das, womit es ganz einfach beschreiben lässt.
00:03:25: Womit du dich seitdem auseinandersetzen musst?
00:03:28: Um jetzt gar nicht den Weg lückenlos durchzugehen sondern wie groß auch immer du möchtest diesen Sprung eben zu machen.
00:03:36: also Es hat einfach einige Behandlungen gegeben die halt versucht haben Entweder zu retten was zu retnen ist oder zu verbessern was zu verbesseren is.
00:03:46: Um nur diesen Teil noch sozusagen anzusprechen, wie oft hast du gehardert?
00:03:50: Wie oft hast dir die Vormfrage gestellt und wann hat es aufgehört.
00:03:55: Der Weg war ja nicht linear.
00:03:57: Also viele glauben ich bin von Anfang an im Rollstuhl gesessen.
00:04:01: das stimmt nur teilweise.
00:04:02: also am Anfang habe natürlich ein Rollstrahl gebraucht.
00:04:05: dann hat sich so weit das linke Bein verbessert gehabt dass sie wieder auf Krücken gehen konnte mit Spezialortesen und auch mit dem Fahrrad fahren konnte Dabei dann eben sogar als Ultraradfahrer unterwegs mit einem aktiven Bein.
00:04:21: Und diese Verumfrage habe ich mir immer gestellt, wenn es schlechter geworden ist.
00:04:25: Also ich hab dann doch insgesamt drehundressige Operationen gehabt und... Diese Verumfrage ist schon immer gekommen, wenn's wieder schlechter worden ist.
00:04:35: Weils für mich natürlich immer gedacht hab okay, ich hab jetzt geschafft!
00:04:40: Ich bin aus dem Rostel rausgekommen Und wenn ich dann immer wieder den Rollstuhl gebraucht habe, hab ich mir schon gefragt, warum eigentlich?
00:04:50: Es war schon so gut.
00:04:52: Du hast gesagt es ist nicht ganz linear verlaufen.
00:04:54: das betrifft ja einige deiner Geschichten.
00:04:56: also dass es ganz grad durchgeht vielleicht beim Mulderradl fahren, dass es da grad wird, das weiß ich nicht.
00:05:01: aber jetzt so deine Geschichte die dir auch immer wieder in den somit um das Bild zu zeichnen zur Bande hingeworfen hat aber immer wieder zurück hinein in die Spur und da gibt es einfach einige Namen oder Personen zumindest, die dabei eine große Rolle gespielt haben.
00:05:17: Weil ganz allein ist halt einfach schwierig ist das heißt zu meistern?
00:05:21: Naja klar.
00:05:22: also muss ich sagen alleine bist du in der Situation komplett verloren.
00:05:28: Du brauchst auf der einen Seite ein Familien Background Der die auffang Du brauchts Freunde Und du brauchst aber auch jemanden der das vielleicht schon einmal ähnlich erlebt hat Und ich hab das Glück gehabt, dass ich alles gehabt habe davon.
00:05:44: Für die Familie hier waren zum Glück alle von Anfang an für mich da und haben mich aufgefangen.
00:05:54: Die Freunde haben mich am Novorrag mitgenommen in einer geilen Wörterphase und sind mit mir fortgegangen.
00:06:04: Von dieser Peer-Group von Menschen mit Behinderung war es der Manfred Putz der Ultrahandbiker, der mir ein Jahr nach dem Unfall beim selben Rennen, wo ich dann wieder fotografiert hab bereits mit Handicap gesagt hat hey du hast jetzt den Unfall überlebt.
00:06:20: Warum schmeißt dein Leben weg?
00:06:23: Und das hat mich geprägt.
00:06:24: und wie er dann genau am Jahrestag von meinem Unfall am ersten, am Großglockner in einer für mich unbackbaren Zeit mit Händberg raufgefahren ist Und mir zugeschrien hat, siehst du?
00:06:38: Alles ist möglich.
00:06:40: Habe ich mal gedacht... Okay!
00:06:42: Ich muss mein Leben in die Hand nehmen.
00:06:45: Das hast Du nicht nur gemacht, sondern ich würde sagen es waren einige Personen auch neben dem Manfred noch da, die dich irgendwie dabei unterstützt haben aber ... Der wichtigste Griff war der, deiner eigenen Hand zum eigenen Schopf um dich rauszuholen.
00:07:00: Weil um jetzt beim Noberrock sozusagen Anleihe zu nehmen keine Ahnung ob es Gatschik oder was auch immer war.
00:07:05: Man kann schon irgendwo stecken bleiben.
00:07:07: inzwischen nochmal.
00:07:08: Jetzt könnten wir sagen gut mein Vorteil ist ich brauche keine Gummistiefel weil die habe ich bravendem im Trick stecken und nicht meine Zeichen aber... diesen Schritt selbst zu machen, eben es selbst anzugehen.
00:07:20: In dem Fall durch so einen Satz geprägt den wir gesagt haben ist das im Nachhinein jetzt auch der Startschuss.
00:07:26: Ich will nicht sagen für dein zweites Leben aber zumindest einmal dafür gewesen dass du sagst okay nach vorne schauen?
00:07:33: Ja schon.
00:07:34: also ich habe lange damit gehadert mit dem Unfalllenker.
00:07:40: warum hat er abgefahren in Reifen und warum fahrt er da so schnell?
00:07:45: Warum der Wischter genau uns tut, er von einer Stolte eigentlich nicht unübersichtlich war.
00:07:51: Und irgendwann habe ich dann gelernt... Erstens einmal dass jeder Mensch Fehler macht.
00:07:55: und das der einfach nur einen Voller gemacht hat an dem Tag.
00:07:58: Ein Voller der wahrscheinlich vor hundertmal absolut irrelevant ist, ja?
00:08:04: Aber das eine Mal eben genau ich dort war.
00:08:10: Irgendwann habe ich da gelernt, dass ich gesagt hab okay wenn ich jetzt zurückschau auf was ich aus ihnen verändern kann ... dann tut das eigentlich nur mir schlecht.
00:08:18: Und... Das heißt nicht, dass ich nicht bis zum heutigen Tag hinauf die Phasen hab,... ... wo ich eine harte Ahnung nehme, aber wo das was danach passiert ist nach dem Unfall.
00:08:30: Jetzt gar nicht nur die Verletzungen sondern dieser soziale Teil,... ...dass auf einmal meine Selbstständigkeit vorbei war.
00:08:37: eh finanziell... Die ersten Jahre danach... unglaublich kämpft habe natürlich und ohne meine Eltern das gar nie geschafft hat.
00:08:45: Ich hätte teilweise, ohne meine Öltern, nicht genug Geld damit mehr essen zu kaufen.
00:08:51: Und das einfach nur weil ich ein Umfeld opfer bin.
00:08:53: Das war der Gedankengang mit dem ich lang gehardert hab so in der Ort... ...ich kann eigentlich nichts dafür!
00:09:00: Und bin aber der, der jetzt auch die Grot fressen muss, der alle paar Wochen irgendwo fordernsten muss und sagen wie behinderter er ist.
00:09:08: Schier gesagt und nicht jetzt abwarten gemahnt, sondern einfach immer zu beweisen wie schlecht das es mir geht.
00:09:15: Monat für Monat irgendwo in einem Behörde, ne?
00:09:18: Das war eher das was mich immer zum Hardern brachte weil egal wie gut ich mich selber aufbaut hab spätestens wenn ich dort gesessen bin habe ich's ja klar machen müssen wie schlecht es mal geht weil ich sonst nicht einmal genug gehört gehabt hätte um mehr essen zu kaufen.
00:09:31: Und dass ist der Kampf der bis heute noch irrsinnig weh tut weil er einfach weiß wie viele Leute jetzt in dem Moment da draußen ein Kampf führen Menschen mit psychischen Erkrankungen, Menschen noch einen Umfall oder Menschen mit Unsichtbaren Behinderungen die einfach Tag für Tag erklären müssen hey so schlecht geht es mir und das wird aber nicht gesehen.
00:09:53: In diesem Wissen und kombiniert jetzt komme ich nochmal zu Manfred zurück Letzten Endes auch Versprechen, dass du ihm gegeben hast bzw.
00:10:03: um jetzt beim Sport bei der Sportmetapher zu bleiben den Ball aufgenommen hast, den er dir zugeworfen hat war für dich aber klar eben für diese Menschen die du gerade angesprochen hast und auch letzten Endes für den Manfred für dich selbst einfach nur für alle das in irgendeiner Form betrifft.
00:10:17: Es ist was zu tun und du willst in dem Fall auch selbst dafür verantwortlich sein, dass auch die Hilfe, die du bekommen hast.
00:10:25: Nicht von allen, nicht von allen in dem Ausmaus zumindest wie man sie es vielleicht gewünscht hätte.
00:10:28: aber eben um als Person jetzt nochmal den Mannfred zu nennen um etwas vorzusetzen was ja eigentlich schon angefangen gehabt hat bei euch beiden.
00:10:37: Genau also ich kann mich noch erinnern da war mit ihm gemeinsam beim Extrem-Rennen in Chile in der Atacama Wüste in Arica Also auch gegend war eigentlich zwei Menschen mit Behinderungen eiterleinig unterwegs sein sollten, aber wir haben es einfach gemacht.
00:10:53: Und da waren wir dann bei der Christus-Statue um am El Moro – am ganz anbekannten Punkt in der Region.
00:11:01: und da hat er zu mir gesagt Stefan wenn mir mal was passiert bitte mach weiter!
00:11:07: Bitte bring mein Geschicht weiter!
00:11:10: Bitte schau dass das weiter lebt ne?
00:11:12: Ich habe mich damals noch gedacht naja gut ich meine bei den Rennen Hat schon immer präzise Situationen gegeben von ihm, weil der hat sich non-stop durch die Wüste gefahren als Handbiker.
00:11:21: Ich meine das das Leben gefährlich ist, glaube ich darüber brauchen wir nicht reden.
00:11:25: Aber ich habe nie gedacht dass er sterben könnte.
00:11:27: und dann war es im Prinzip drei Monate nach dem Rennen soweit, dass mich einer meiner besten Freundinnen anruft und sagt du du hast einen Unfall gegeben mit einem Zug und mit deinem Handbiker?
00:11:40: Und ich sage okay!
00:11:42: Und sie sagt das war der Mann freut Und in dem Moment habe ich nichts mehr gedacht, sondern bin losgefahren zu sein Haus und hab gesehen dass er ruhig ist wenn er draußen steht.
00:11:54: Und ich wusste wenn der draußen steht die sind unterwegs mit einem Handbalko und dann haben wir uns ja noch ein paar Angrillen und gesagt ja es stimmt!
00:12:01: Dann war für mich klar okay das ist eingetreten.
00:12:08: Das ist tatsächlich jetzt das erste Mal da sie öffentlich drüber rät weil's wirklich diese Elvia braucht hat bis sie drüber rennen können weil das einfach schon so ein Moment war, wo ich gesagt habe, jetzt musst du irgendwie Dose.
00:12:23: Und jetzt dann musst du wirklich das Vermechnis weitertragen und die Bilder, die immer wieder irgendwo posten, wir haben ja stets wieder einen Artikel drüber gehabt in einer Rollstuhlzeitschrift und... Ich hab' dann im Zuge der Arbeit mit der Kinder- und Selbsthilfegruppe, wo er eher auch zwischenseitlich ob man war, wieder klient, damit er es noch zu setzen.
00:12:46: Da hab ich dann wieder klärt, okay.
00:12:48: Ich habe mit seiner Tochter wieder sehr viel Kontakt gehabt, die selber MAA-Behinderung hat.
00:12:53: Ich hab mit einer Ex-Frau sehr viel Kontakt gehabt und hab dann wieder gelernt ... dass ich es schon kann!
00:13:00: Das war mich nicht weiterzutragen.
00:13:01: Aber wenn ich natürlich sportlich nie auf dem Level machen werde wie er, weil das war ein Phänomen, ja?
00:13:07: Nur des menschliche Wetter zu tragen, diesen Gedanken, du ist einfach... diesen Gedanken gar nicht vortrieben nachzudenken, sondern einfach zu tun.
00:13:16: Oder wie er es gesagt hat – alles ist möglich und man muss das nur tun!
00:13:19: Das kann ich und das mache ich jetzt auch.
00:13:22: Elf Jahre hast du gesagt?
00:13:23: Hat es gedauert?
00:13:23: Elf ist generell die Zahl, die ich gleich aufgreifen möchte nämlich am elften Elften.
00:13:27: Nicht nur vor Schicksal beginnen, sondern auch der Gründungs-Tag von einem, wie ich zumindest finde, sehr wichtigen Verein.
00:13:34: Nämlich Different Life Inklusion Jetzt Ist etwas, worüber wir dringend reden sollten, finde ich.
00:13:41: Weil es einfach ein Ort und eine Gelegenheit ist, die man kennen sollte wenn man vielleicht der Mensch mit eben einer Beinrichtigung ist?
00:13:49: Ja also, die Zahl elf ist sehr vakant weil das Umfeldautum war der Elf des Siemte-Elf Und am elften Elften, so das sind elf bin ich das erste Mal vom Krankenhaus in meiner damaligen Wohnung nach Baden bei Wien kommen.
00:14:04: Und deshalb war's mir wichtig.
00:14:05: und jetzt die BH Weitz ... gebeten, das als Gründungsatom mir zu geben.
00:14:12: Und sie haben einen Wunsch umgesetzt.
00:14:13: War
00:14:13: euphoronekoli?
00:14:14: Genau
00:14:15: ja!
00:14:15: Also... Na also genau, das war der Grund warum wir es unbedingt in den Tag des Gründungshautos haben wollten weil das die Geschichte mitträgt und bei uns im Verein geht's eben genau darum.
00:14:28: Das habe ich damals schon in Warnfeld gegründet gehabt noch als Sportteam und mit seinem Tod dann auf Eis geklappt.
00:14:36: eben dann wieder in der zehnte Todestag von ihm letztes Jahr war, habe ich gemerkt, ich muss da irgendwas wieder machen damit.
00:14:45: Ich habe gemerkt dass dieses Vermechnen ist auch weil jetzt gerade gebraucht wird.
00:14:49: Weil man einfach in einer Zeit lebt wo sehr viel Unsicherheit hier ist.
00:14:52: auf vielen Ebenen wird alles teurer Sozialleistungen werden gekürzt die Menschen werden unsicherer wir haben Kriege und Korruption.
00:15:04: Ich glaube für die Menschen unglaublich wichtig, was zum Hormen das einfach so einen gewissen Halt gibt.
00:15:11: Und die Gemeinschaft ist das, was am meisten halt gibt.
00:15:15: und ich habe bei der Behinderten-Selbsthilfegruppe Hardback Füstenfeld ist dann der Weg dort nicht mehr weitergegangen für mich weil ich einfach gemerkt hab, die machen ihr Ding weiter und es ist gut aber ich brauche etwas anderes Menschen und ich sage immer, ich habe einfach die besten Sammung gesucht, die ich gefunden hab.
00:15:38: Und hab da mit ihnen einfach den neuen Verein gegründet.
00:15:41: ne?
00:15:42: Es geht wenn man es ganz einfach sagen will und da bitte ich dich das dann mit Inhalt zu befüllen darum zwei Stunden immer mehr raus aus dem Alltag zu kommen.
00:15:49: aber beschreibe mal worum geht's denn wirklich tatsächlich wenn ihr euch trifft?
00:15:56: Um einen Austausch.
00:15:57: also wir probieren den Menschen.
00:16:03: Du kannst vieles machen, egal in welcher Lebenssituation du bist.
00:16:07: Wir haben sowohl Menschen ohne Behinderung dabei die auch mitmachen, die ja unglaublich wichtig sind.
00:16:12: Dann haben wir Menschen mit Unsichtbarenbehinderungen und psychischen Erkrankungen, Menschen noch Traumataus oder im ganz klassischen Rostelfahrerinnen.
00:16:22: Dabei kommen sie mit uns zum Bohnschießen, zum Sit-up-Puddle, also Stand Up Puddle im Sitzen oder immer die sie beim Spektrum treffen, Plattformen oder ein Projekt wo sich Eltern von Kindern mit Autismus treffen.
00:16:42: Mit den Kindern in einem geschützten Rahmen und sich austauschen können.
00:16:46: Und auch die Hobby-Hopper, wo man Hobbys ausprobieren will.
00:16:49: letztens das Weinglas bemalen.
00:16:50: Das alles hat eins gemeinsam Menschen treffen sich Die aus irgendeinem Grund zusammen passen Menschen tauschen sich aus Und Menschen haben gemeinsam eine gute Zeit und nehmen etwas mit, was sie vielleicht in Zukunft für sich umsetzen können.
00:17:08: Egal ob das jetzt ist einfach einmal kurz was zu bemalen?
00:17:11: Ob es jetzt ist dass man weiß okay auch nicht gleich wie mir oder dass man einfach sagt hey ich wohn jetzt an so einen Bogen schießen oder zum Sitter paddeln
00:17:22: Die präste Version von Inklusion, gelebter Inklusion weil es eben nicht wichtig ist wer immer ist wo man herkommt also weswegen wir da ist sondern die Sache dort verbindet eben dann diese Menschen die sich für das selbst interessieren.
00:17:38: An der Stelle glaube ich passt auch ganz gut weil du Autismus angesprochen hast und ich bin überzeugt viele die jetzt hören denken sie im ersten Moment naah nette es auch noch Du hast einen Sohn, der auch in dem Fall Autist ist.
00:17:53: Ein neurodivergenter.
00:17:54: Bei ihm sind wir noch in einer diagnostischen Abklärung und ich hab dadurch als Server jetzt erlebt dass die Kinder einfach das Leben anders wahrnehmen aber in einer unglaublich positiven Art und Weise für mich ohne den Arbeits- und Leidensdruck absprechen zu wollen.
00:18:13: Also gerade das Thema Schule, gerade das Themengesellschaft Und ich rede jetzt weniger für meinen Sohn, sondern einfach was ich beim Spektrum treffe mit Greg und ich hab da gestern dann mit meiner Kollegin, die das macht, der langes Gespräch geführt.
00:18:27: Die einfach sagt... Wenn man sieht wie unterschiedlich eigentlich jeder Mensch mit Autismus ist und dann trotzdem wieder wie gleich!
00:18:36: Ich glaube dass das irrsinnig wichtig ist für die Eltern zu sehen, mein Kind ist ja gar nicht so anders, sondern die autistischen Kinder, so wie Sie es gestern ganz schön gesagt haben trotzdem immer gewisse Dinge ein.
00:18:50: Und da kommt jetzt auch wiederum mein Kind ins Spiel der ja mit ADHS-Diagnostiziert ist und dieses Autismus noch abgeklärt wird wo ich sage okay... Der Austausch mit den anderen Eltern das nicht nur umzugeht dass Schulgen eine riesige Herausforderung ist Dass es nicht nur unzugeht das man halt wenn wir auf ein Event gehen oder wir waren jetzt sogar mit dem Tonansel fest Man muss sich halt gewisse Dinge überlegen.
00:19:17: Wie mache ich es?
00:19:18: Wie kann ich meinem Kind oder später Erwachsenen und wie kann ich anderen Erwachsenden den Raum geben, dass die sich dort bewegen können?
00:19:28: Und da darf ich unglaublich viel lernen.
00:19:31: Grot von meinem Sohn weil die Leute auf sagen ma du bist so voll für ihm da!
00:19:36: Natürlich, das ist mehr Aufgabe als Vater.
00:19:38: Wenn ich mich dazu entschieden habe, dass ich Vater werden will und es war eine bewusste Entscheidung von mir in meiner Lebensgefährtin, habe ich mich dafür entschieden für mein Kind dort zu sein.
00:19:46: Das ist nichts, für die sie jetzt loben wollen, sondern das sollte normal sein – das ist das Bärminimum.
00:19:52: Wo sie aber dazusagen muss was ich von ihm lernen darf?
00:19:55: Das ist eigentlich viel wertvoll an der ganzen Geschichte.
00:19:58: Einfach das Leben vielleicht ein bisschen anders anzunehmen.
00:20:03: Mir auch selber den Rückzug zu geben Weil wir sagen immer, die Kinder mit Autismus oder mit ADHS brauchen einen Raum für sich.
00:20:11: Aber das brauchen wir alle!
00:20:13: Nur wie gehen sie uns einfach nicht?
00:20:14: Und ich persönlich würde es wahrscheinlich nie geben.
00:20:17: Ich werde immer mit Kopf durch die Wand gehen.
00:20:19: Nur lerne dann von ihm wieder... dass er mir zurücknehmen muss.
00:20:24: Dass ich mal vielleicht Dinge nicht persönlich nehmen darf.
00:20:27: Dass sie einem Urlaub nett um sechs sind und früher raus muss fotografieren.
00:20:31: Sondern dass voll okay ist, auch am Vormittag im Modell zu bleiben.
00:20:35: Und ich glaube, dass dieser Austausch so wertvoll ist.
00:20:38: Schön!
00:20:38: Wird sich eigentlich sogar als Schluss gerade hervorragend eignen und trotzdem möchte ich das nur noch mitnehmen.
00:20:43: um zum eigentlichen Schluss zu kommen nämlich jetzt lernt ihr gerade das Familie sehr viel voneinander und ich glaub wir als Gesellschaft können sozusagen auch... was das angeht und dann für eure Familie als Beispiel hernehmen, weil einfach der Umgang generell miteinander... Also was ist normal?
00:21:03: Da hat jeder seine eigene Vorstellung oder Beschreibung dafür.
00:21:07: Ich sag normal gibt es eigentlich nicht!
00:21:09: Weil was ist Normal?
00:21:10: Aber als Gesellschaft könnten wir diese ganze Geschichte gut hernehmen.
00:21:16: um zu sagen wenn ich einen Menschen im Rollstuhl sehe dann muss ich ihn nicht bemitleiden in dem Moment, wenn wir uns gegenseitig irgendwo auf der Straße sehen und uns helfen können.
00:21:27: Helfen wir uns doch was möglich ist.
00:21:29: also einfach ein gutes Miteinander.
00:21:32: das ist doch irgendwie das, was gelebte Inklusion um das Wort noch mal herzunehmen heute irgendwie in seiner besten Version hergeben kann.
00:21:39: Also dein Appell wenn man so möchte.
00:21:42: zum Schluss noch an uns alle?
00:21:44: Joa, das ist eine gute Frage!
00:21:46: Nein...also man muss dazu sagen Ich muss kurz ausschweifen.
00:21:50: dazu dem Thema, weil es einfach so weit ist.
00:21:52: Meine Lebensgefährtin ist jetzt Besonnenbetreuerin geworden.
00:21:57: Erstens einmal durch die Erfahrung mit mir, aber auch natürlich, weil sie als Pläge in der Angehörige ganz schwer im Regeljob sein kann.
00:22:08: und diese Besonnen-Betreuerinnen hat erforderliche Mitarbeiter und wir haben einfach gelernt dass man uns aneinander anpassen.
00:22:19: Sie hat aus der Erfahrung heraus mit mir eine Firma gegründet, um Menschen mit Behinderung und auch ohne gut betreuen zu können.
00:22:28: Das ganze kennen wir.
00:22:28: uns eindeilen auch mit Homeoffice so dass sie bei uns sein kann – bei mir, bei unserem Sohn.
00:22:35: Wir sind aber als Familie nicht so klassisch linear.
00:22:38: Wir haben bereits andere Kinder in unsere Familie aufgenommen.
00:22:45: Wundervolle junge Dame arbeitet dann sogar jetzt bei uns im Büro wo wir frei für Sie da waren und jetzt dass sie uns unterstützt.
00:22:52: Wir haben auch Austauschschüler immer wieder, hatten jetzt einen Stenemarck jemanden und gegen jemand aus Spanien... Und viele fragen uns, warum macht sich das?
00:22:59: Ich höre es selber eigentlich schwer genug!
00:23:01: Und ich sage, das stimmt so nicht.
00:23:03: natürlich ist man schwer.
00:23:05: Es ist nicht leicht, dass ich nicht einmal als Fotografer was dazu verdienen darf weil ich früh verunfallt bin und einfach genau das Gold habe, was mir der Staat zur Verfügung stellt.
00:23:16: Das ist nicht leicht Und ich bin froh, wenn es da was ändern wird.
00:23:20: Dass der erste Appell ist vielleicht... Wenn irgendjemand zuhörte, dass er etwas ändern kann.
00:23:24: Es wäre sehr nett, wenn auch ich in der E-Pension mit Ausgleichszulage was dazu verdienen dürfte weil natürlich alles teurer wird und ich natürlich so wie jetzt im Auto an Kauf abhängig bin von Stiftungen Weil immer ihm nichts selber dazufordernen kann Wo wir als Vereinitztor wiederum helfen.
00:23:47: Die Erfahrungen haben wir jetzt wieder genutzt als Familie, nicht nur meine Lebensgefährtin.
00:23:51: Dass sie das als Besondermitreuerin macht sondern auch wir als Verein Defend Live!
00:23:55: Wenn jemand nicht weiter war, wo kriege ich heil bei Hilfe her?
00:23:58: Wie kann ihr den Antrag stellen?
00:23:59: Wo stelle ich den Antrag?
00:24:00: Wer gibt mir den Antrag?
00:24:03: können sich die Leute bei uns melden und wir unterstützen?
00:24:06: Ich bin jetzt allein liegt am Donauanselfest Das übrigens sehr inkursiv ist, schaut dort ans Donauanselfest.
00:24:13: Ich bin jetzt zwölfmal angredet worden auf meinen Rollstuhlzuggerät und hab davon zehn Leuten an seinem Fly-Hand.
00:24:18: Die haben druckt und gesagt, wenn jemand aus ihrem Umfeld, weil die haben immer jemanden gehabt, Bruder, Freund, Nachbar mit Behinderung ans Braucht schreibt es mir bei E-Mail an ich schieke euch alles nötige zu.
00:24:29: Das mache ich aber nicht damit ich cool durchstehe sondern das mache ich, weil ich einfach der Versorgung bin dass wenn ihr jetzt da mehr Menschen hilft zu einem Zuggerät zu kommen dass auch die ganze Welt wieder ein Schritt inklusiver wird Und wir alle davon profitieren.
00:24:45: Weil ganz viele Menschen laufen herum, die immer denken, hey der ist super fit und dann erzählen sie mich durch eigentlich MS.
00:24:51: Und ich denke mir okay sieht man das an!
00:24:56: Wenn die sehen wenn ich mal im Rollstuhl sitzen sollte und es wird halt bei MS oft passieren ja da gibt's Möglichkeiten.
00:25:04: Dann bin ich nicht der Arme-Rollstuhlefahrer daheim sitzen muss und warten bis die Zeit vergeht, sondern hab' ich Möglichkeiten.
00:25:12: Und das ist vielleicht der wichtigste Appell.
00:25:15: Egal in welcher Situation du im Leben bist ob jetzt körperlich psychisch oder irgendein Schicksalsschlag dazukommt.
00:25:24: Das Leben geht weiter... ...und wir entscheiden wie wir das Ganze annehmen!
00:25:34: Ich kann jetzt daheims sitzen und sagen, ah Scheiße, ich sitze im Rollstuhl.
00:25:38: Oder ich kann sagen, okay.
00:25:40: Ich sitze im Rüststuhl.
00:25:41: Ich habe wenigstens immer Sitzgelegenheit mit.
00:25:43: Stefan Pflanzel?
00:25:44: Super Typ!
00:25:45: So hat es begonnen und so möchte ich erschließen.
00:25:47: Danke dass du da warst und danke das du du bist.
00:25:50: Sehr gerne und glaube es ist ein wichtiger Game zu sehen... ...dass hinter dem ganzen trotzdem noch einen Mensch steckt der genauso Tage hat... ...wo ich mir denke in der Früher.
00:26:00: Ich mag eigentlich nicht Und ich bin genauso meine psychischen Einbrüche und mein lebensgefährtem Kind wahrscheinlich jetzt eine Stunde drüber rein verdinge, die ich nicht mache.
00:26:09: Da haben zum Beispiel Schichtspulausräume oder so... Also nobody's perfect!
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